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Details
zu den einzelnen Modellen sowie Technische Daten und Produktionszahlen
Geschichte der Steyr-Puch
Automobile Im Jahre 1954 wurde beschlossen, in Graz-Thondorf –
nach dem 2.Weltkrieg – wieder eine eigene österreichische PKW-Produktion, und
zwar die eines Kleinwagens, anlaufen zu lassen. Dennoch sind die Unterschiede zwischen dem italienischen
Fiat und dem österreichischen Steyr-Puch enorm:
1957 wurden die ersten Steyr-Puch 500 zum Verkauf angeboten, standardmäßig als Cabriolet mit langem Faltdach. Bemerkenswert ist, dass diese Modelle noch keine Kurbelfenster aufwiesen! Auch die restliche Ausstattung war eher spartanisch. HINWEIS
IN EIGENER SACHE:
30.06. - 01.07.2007: Sonderausstellung "50 Jahre
Puch 500" in Weyregg/Attersee
Der Steyr-Puch 500 D und Steyr-Puch 500 DL: 1959
erfolgte die erste Überarbeitung, das Modell Steyr Puch 500D erhielt ein festes
Dach (das „D“ steht für „Dach“!) mit dem markanten Heckbürzel wegen
der besseren Kopffreiheit für die Fondpassagiere, sowie (endlich) auch die
angesprochenen Kurbelfenster... Auf Wunsch war aber auch weiterhin eine
Cabrioversion lieferbar. Außerdem erhielt das neue Modell ein neues
Frontemblem, ein Handschuhfach sowie eine verbesserte Heizung. Eine neue
Motorvariante mit 19,8 statt bisher 16 PS begründete ein neues Modell: Den
500DL.
Der Steyr-Puch 700 C und Steyr-Puch 700 E: 1961
führte man eine neue Karosserievariante, nämlich den 700C („Combi“) bzw.
700E („Economy“, mit einem schwächeren Motor) mit Heckklappe und Ladefläche
ein. Der 700C leistete 25PS, der 700E nur 19,8PS mit je 650ccm.
1962 wurde der eine neue Motorversion für die Limousine geschaffen, statt 493 hatte er nun ebenfalls 650ccm bei einer Motorleistung von 19,8PS,die neue Modellbezeichnung lautete 650T („Thondorf“).
Bald
wurde auch das noch stärkere Modell 650TR (das „R“ steht für „Rallye“)
präsentiert, welches anfangs jedoch für Behörden wie Polizei und Gendarmerie
bestimmt war. Erst 1964 lieferte man die 650TR serienmäßig aus, die Nachfrage
nach den 27PS und 660ccm starken Fahrzeugen mit Doppelvergaser war entsprechend
groß.
Karosserie
und Ausstattung blieben allerdings bei beiden Typen unverändert zum 500D/DL,
obwohl dennoch etliche Kleinteile ausgetauscht werden mussten. 1965
erreichte man den Leistungsgipfel mit der Modellvariante 650TR II: Dies ist eine
spezielle Motorsportversion mit 42PS bei 6000 U/min, einer „scharfen“
Nockenwelle und Auspuffanlage und etlichen Modifikationen. Dennoch blieb der
Ur-Motor vom 500er des Jahres 1957 die Basis, was äußerst bemerkenswert ist.
1966 gelang dem Polen Sobieslaw Zasada auf einem 650TR der Europameistertitel für Tourenwagen der Gruppe II, aller Klassen!
Der Steyr-Puch "Europa", z.B. Steyr-Puch 500 neu: 1967
wurde die bei Fiat in Turin bereits 1965 modifizierte Karosserie des Fiat 500
auch in Graz übernommen, wesentlichstes Merkmal dabei waren die vorne
angeschlagenen Türen. Ab sofort wurde also auch das Dach vom Fiat übernommen,
alle Modelle hatten nur mehr ein kurzes Faltdach. Die Produktbezeichnung erhielt
den Zusatz „Europa“.
1969
entschloss man sich, wegen der sinkenden Nachfrage nicht nur die Karosserie,
sondern auch die komplette Antriebseinheit vom Fiat 500 zu übernehmen,
lediglich der Motor wurde noch in Graz gefertigt und eingebaut. In Kombination
mit dem 19,8PS-Motor hieß das Modell nun 500S („Sport“).
1974 übernahm man in Graz schließlich die Karosserie vom Nachfolgermodell des Fiat 500, jene des Fiat 126. Auch hier beschränkte man sich im Wesentlichen auf den Einbau des Puch-Motors in das fast fertige Fahrzeug, bereits 1975 stellte man allerdings die Produktion endgültig ein – die Ära der Steyr-Puch Kleinwagen war aufgrund der viel zu geringen Nachfrage endgültig vorbei.
Details
zu den einzelnen Modellen sowie Technische Daten und Produktionszahlen
Neben den PKW-Serien-Modellen wurden auch einige Prototypen sowie Fahrzeuge mit Sonderkarosserien produziert:
Aktuelle Bilder der Fahrzeuge unserer Clubmitglieder zeigen wir u.a. im Fotoalbum!
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